Ein weiteres gutes Aktien- und Anlagejahr für die Asga Pensionskasse

Ein weiteres gutes Aktien- und Anlagejahr für die Asga Pensionskasse

Ein weiteres gutes Aktien- und Anlagejahr für die Asga Pensionskasse

Die Weltkonjunktur entwickelte sich 2025 uneinheitlich. Während die Wirtschaft der USA ein solides Wachstum verzeichnete, blieb die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und in der Schweiz träge.

Die einseitige Einführung von Handelszöllen durch die USA ab April führte zu hoher Unsicherheit und dämpfte die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Erwartungen in der Industrie. In diesem Umfeld gelang es den Zentralbanken, die Inflation weiter einzudämmen. Sowohl in der Schweiz als auch in Europa lag die Inflation innerhalb bzw. nur knapp oberhalb des Zielwerts. Einzig in den USA verblieb sie mit knapp 3 % über den anvisierten 2 %. Die Stabilisierung auf diesem Niveau erlaubte es der US-Zentralbank jedoch, die Zinsen im 2. Halbjahr dreimal zu senken. Auch die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank konnten die Zinsen reduzieren, wobei in der Schweiz seit Juni 2025 wieder ein Nullzins-Umfeld besteht.

Digitalisierung und künstliche Intelligenz gewinnen weiter an Bedeutung und werden zunehmend als strategische Notwendigkeit verstanden. Diese Trends, positive Unternehmensergebnisse sowie sinkende Zinsen verhalfen den Aktienmärkten nach dem Kurssturz im April zu einem fulminanten Comeback und damit bereits zum dritten Mal in Folge zu einem sehr positiven Aktienjahr. Während sich die Aktien- und Obligationenmärkte rasch erholten, gelang dies der US-Währung nicht. Der Vertrauensverlust in die USA als Handelspartner und in den US-Dollar als globale Leitwährung führte zu einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken von –12,6 %.

Das Gesamtvermögen der Asga Pensionskasse erzielte in diesem Anlageumfeld eine Rendite von +6,10 %. Dieses Ergebnis liegt über dem UBS-Pensionskassen-Barometer (+5,81 % alle Kassen, +5,83 % Kassen ab CHF 1 Mrd.).

Die Aktien trugen den Grossteil der Rendite bei, wobei im Unterschied zu den Vorjahren die Aktien Schweiz mit +17,27 % die Aktien Ausland mit +7,51 % übertrafen. Grund waren hohe Kursgewinne von Roche (+33 %), Novartis (+28 %), UBS (+38 %) und Holcim (+81 %). Dass das Drawdown-Management-Portfolio 2025 eine negative Rendite von –16,35 % aufwies und den grössten negativen Beitrag lieferte, überrascht nicht. Der Hauptzweck dieser Anlagekategorie ist, in Krisen an den Aktienmärkten einen positiven Beitrag zu generieren. Die zweitgrösste Anlagekategorie Obligationen CHF schloss mit +0,04 %, was ein Abbild des Nullzins-Umfelds ist. Auf unseren Hypotheken lag die Rendite mit –0,33 % leicht im Negativbereich, wobei wir weiterhin keinen Zahlungsausfall verzeichnen müssen.

Die Kreditkategorien Obligationen Unternehmen Fremdwährung, Obligationen Emerging Markets und Senior Loans erzielten solide Ergebnisse, weisen aber aufgrund von Währungsverlusten in CHF mehrheitlich negative Renditen auf. Der Grossteil unserer Fremdwährungen in den verschiedenen Anlagekategorien wird übergeordnet durch das Währungsmanagement abgesichert. Die positive Rendite von +6,82 % im 2025 zeigt, dass sich die Währungsabsicherung nicht nur aus Risikogründen, sondern auch renditemässig ausbezahlt hat. Die Performance einzelner Fremdwährungsanlagen wird daher ökonomisch zu tief dargestellt.

Mit +5,44 % erzielten die Immobilien Schweiz Direkt ein sehr erfreuliches Ergebnis, nachdem 2024 infolge des damaligen Bewerterwechsels noch ein unterdurchschnittliches Resultat ausgewiesen worden war. Das Resultat bei den Schweizer Immobilienfonds fiel noch positiver aus mit +9,84 %, getrieben von hoher Nachfrage und stark steigenden Preisen. Immobilien Ausland wiesen aufgrund der Währungsverluste einen Wertverlust von –4,76 % auf. Unter Berücksichtigung der Währungsabsicherung ist das Ergebnis positiv und widerspiegelt die langsame Erholung der globalen Immobilienmärkte nach den hohen Kursverlusten in den letzten Jahren.

Bei Privatmarktanlagen wie Private Equity und Infrastruktur resultierten ebenfalls negative Renditen durch Währungsverluste. Während Private Equity weiterhin unter den Nachwehen der Blase von 2021 leidet, wird Infrastruktur seiner Rolle als Stabilisator mit positiven laufenden Renditen gerecht.

Nachdem der Verwaltungsrat Ende 2024 die neue Anlagestrategie festgelegt hatte, konnten 2025 erste Fortschritte erzielt werden. Die Aktien-Allokationen sind auf den neuen Zielwert sowie die höhere Infrastruktur bzw. tiefere Obligationen-CHF-Strategiequote teilweise nachgezogen. 2026 werden die restlichen Anpassungen vollzogen, insbesondere die Investition in die neue Anlagekategorie Private Debt.

Im 2. Halbjahr 2025 verabschiedete der Anlageausschuss das neue Anlagekonzept Immobilien Schweiz. Das Kapitalanlagen-Team wird künftig bestrebt sein, die Herausforderungen von Wachstum und Rendite im direkten Liegenschaftsportfolio, insbesondere durch Neubau- und Sanierungsprojekte, zu meistern. Der bisher hohe Qualitätsanspruch an Liegenschaften und deren Lage bleibt zentral in der Immobilienstrategie der Asga.

Im Bereich Nachhaltigkeit stand die Überarbeitung der Nachhaltigkeitspolitik an. Der 2020 begonnene Weg zu einem nachhaltigeren Portfolio wird fortgesetzt. Der Verwaltungsrat verabschiedete neue CO₂-Absenkpfade für Immobilien Schweiz Direkt, Obligationen CHF Unternehmen, Obligationen Unternehmen FW, Aktien Ausland und erstmals Aktien Schweiz. Zudem wurde der Kohleausschluss auf Basis der Global Coal Exit List (GCEL) verankert und die Anlagekategorie Hypotheken in die Nachhaltigkeitspolitik integriert. Für 2026 sind die Überarbeitung der Stimmrechtspolitik, die Auseinandersetzung mit Biodiversität und die generelle ESG-Integration vorgesehen.