Die berufliche Vorsorge – ein Generationenanliegen!

Die berufliche Vorsorge – ein Generationenanliegen!

Die berufliche Vorsorge – ein Generationenanliegen

Vier Jahrzehnte BVG unterstreichen die Bedeutung der 2. Säule in der Schweiz. Sie verdeutlichen zugleich, wie Beständigkeit, Generationenwechsel und kontinuierliche Weiterentwicklung die berufliche Vorsorge und ins besondere die Asga nachhaltig prägen.

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz hat anfangs 2025 ihr 40-Jahr-Jubiläum gefeiert – herzlichen Glückwunsch BVG! Umso schöner, dass dieses Jubiläum gleichzeitig mit in der Breite hohen Verzinsungen der Alterssparkapitalien begangen werden konnte. Die blenden de Verfassung der Kapitalmärkte und damit des «dritten Beitragszahlers» stellte den festlichen Rahmen rund um das grosse Jubiläum sicher. Allein die Asga hat die Alterskapitalien in den Jahren 2024 und 2025 mit kumuliert 10% verzinst. Ein historischer Rekordwert! Diese einzigartige Situation trübt wohl etwas den Blick auf den Reformstau in der Vorsorgelandschaft der Schweiz – aber freuen wir uns doch einfach über die Leistungsfähigkeit der 2. Säule.

40 Jahre sind in der beruflichen Vorsorge nicht einfach ein Jubiläum, sondern auch inhaltlich eine relevante Grösse mit doppelter Symbolkraft: Mit Eintrittsalter 25 und Referenzalter 65 entspricht der Sparprozess gemäss obligatorischem Leistungsmodell exakt diesen 40 Jahren. Damit gingen im Jahr 2025 die Angehörigen der ersten BVG-Generation ordentlich in Rente. Oder anders gesagt: Erst jetzt entfaltet die Einführung des BVG-Obligatoriums ihre volle Wirkung – die 39 Jahre davor bildeten de facto eine Übergangszeit.

Dieses Jubiläum markiert aber zugleich eine Zäsur. Mit der Pensionierung der geburten- und oftmals auch finanzstarken Jahrgänge wird sich die 2. Säule in den kommenden Jahren verändern. Während bisher immer neue Altersgruppen in das Obligatorium eingetreten sind und Kapital angespart haben, findet nun durch den Renten- und Kapitalbezug ein zunehmender Vermögensabbau statt. Im Jahr 2025 ist das organische Wachstum der Branche damit zum Stillstand gekommen. Das Jubiläum dokumentiert gleichermassen, dass die berufliche Vorsorge auf Beständigkeit und eine langfristige Orientierung ausgelegt ist. Wer in diesem System etwas ändert, wird erst nach Jahren die vollen Früchte oder das gesammelte Unheil seiner Arbeit ernten können.

Als Pionierin der beruflichen Vorsorge steht insbesondere die Asga Pensionskasse Genossenschaft für die geforderte Beständigkeit. Trotz bald 65 Jahren Erfahrung sind wir jung geblieben und freuen uns über ein Verhältnis von aktiv Versicherten zu Pensionierten von 9,39 zu 1.

Eine Persönlichkeit, die diese Entwicklung entscheidend mitgeprägt hat, ist Sergio Bortolin. Er hat seit Dezember 2012 als erst dritter Geschäftsführer die Geschicke der Asga auf operativer Ebene verantwortet und hat nun per 31. Dezember 2025 an die nächste Generation übergeben. Es ist mir ein sehr grosses Anliegen, Sergio Bortolin im Namen des Verwaltungsrates für sein Wirken sowie seinen Beitrag herzlichst zu danken. Wie umfassend dieser Beitrag ist, lässt sich am eindrücklichsten an der heutigen Grösse der Asga erkennen. Die Bilanzsumme stieg unter seiner Verantwortung von rund 8,5 Milliarden Schweizer Franken auf mehr als 32 Milliarden. Wachstum und Grösse allerdings sind keine eigentlichen Ziele, sondern vielmehr Ausdruck von Nachhaltigkeit und Konsequenz der Leistungsfähigkeit einer Organisation. Danke, Sergio, für die vergangenen 13 Jahre und alles Gute als Pensionär im nächsten Lebensabschnitt.

Nach der Übergabe der operativen Verantwortung an Patrick Barblan steht auf Stufe des Verwaltungsrates der Asga bereits die nächste Erneuerung an. Mit dem Erreichen der maximalen statutarischen Amtszeit von 12 Jahren werden über die nächsten zwei Jahre drei Verwaltungsratsmitglieder ordentlich von ihrer Funktion zurücktreten.

Die verschiedenen Schritte der anstehenden Veränderungen illustrieren ein wesentliches Merkmal der Asga Unternehmenskultur – Beständigkeit und laufende Erneuerung im Gleichschritt.