Felix Brandenberger über seine Zeit in der Asga Geschäftsleitung

Felix Brandenberger war 15 Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung der Asga und war verantwortlich für den Bereich Marktentwicklung. Ende August ist er aus der Geschäftsleitung ausgetreten. Bis zu seiner Pensionierung Ende Jahr steht er der Asga noch für verschiedene Aufgaben zur Verfügung. Aus diesem besonderen Anlass wollten wir von ihm wissen, wie sich die Asga in dieser Zeit entwickelt hat, welche Veränderungen er mitprägte und worauf er sich freut, wenn er Ende des Jahres pensioniert wird.

Was hat sich bei der Asga während deiner Zeit am meisten verändert?

Spannenderweise lautet meine Antwort: Gleichzeitig sehr viel – und trotzdem erstaunlich wenig!

Beim Nachdenken über diese Frage ist mir vor allem eines bewusst geworden: Im Kern hat sich die Asga eigentlich erstaunlich wenig verändert. Bereits damals wurden die genossenschaftlichen Werte mit grosser Überzeugung gelebt. Pflichtbewusstsein, Verantwortung und Vertrauen gegenüber unseren Versicherten waren schon damals zentrale Bestandteile unseres Handelns – und sind es bis heute. Diese Werte haben sich über die Jahre zu einer echten Asga DNA entwickelt.

Rundherum hat sich allerdings enorm viel getan. Als ich 2011 gestartet bin, zählte die Asga rund 50 Mitarbeitende und betreute etwa 73’000 Versicherte. Heute engagieren sich mehr als 180 Kolleginnen und Kollegen für rund 190’000 Versicherte. Dieses Wachstum hat vieles verändert: Die Organisation ist grösser geworden, die Prozesse professioneller, und die Digitalisierung hat unserem Arbeitsalltag zusätzlichen Schub verliehen. Manche Abläufe, die damals selbstverständlich waren, würden heute vermutlich für ungläubiges Schmunzeln sorgen.

Die für mich spürbarste Veränderung fand jedoch in der Führungskultur statt. In meinen ersten Jahren wurde die Asga von Marcel Berlinger geführt – einem Grand Monsieur alter Schule. Er verkörperte einen klassischen, patriarchalischen Führungsstil mit klaren Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen. Eine Begebenheit ist mir bis heute besonders in Erinnerung geblieben: Jede einzelne Postsendung, die bei der Asga einging, landete zuerst auf seinem Schreibtisch. Das wirkt aus heutiger Sicht fast schon nostalgisch, war damals aber gelebter Führungsalltag. Gleichzeitig war Marcel Berlinger ein Geschäftsführer, der sich mit grossem Engagement um seine Mitarbeitenden kümmerte, ihre Anliegen ernst nahm und Verantwortung für sie übernahm – ganz im Sinne eines Familienoberhaupts.

Mit seinem Nachfolger Sergio Bortolin entwickelte sich die Führungskultur weiter. Die Verantwortung wurde schrittweise dorthin verlagert, wo sie am wirkungsvollsten wahrgenommen werden kann: zu den Führungskräften und Mitarbeitenden. Der Führungsstil wurde kooperativer, die Zusammenarbeit partnerschaftlicher und die Organisation insgesamt agiler. Diese Entwicklung hat die Organisation grundsätzlich moderner und dynamischer gemacht.

Eines ist in all den Jahren jedoch gleich geblieben – und das freut mich besonders: der familiäre Umgang innerhalb der Asga. Trotz des starken Wachstums ist es gelungen, diese Kultur zu bewahren. Genau das macht die Asga für mich aus – ein Unternehmen, das sich weiterentwickelt ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren.

Wie hast du die Entwicklung der Asga als Mitglied der Geschäftsleitung mitgeprägt?

Als Mitglied einer Geschäftsleitung trägt man nie alleine zum Erfolg eines Unternehmens bei. Entscheidend ist das Zusammenspiel im Führungsteam. Jeder bringt seine Erfahrungen, seine Überzeugungen und manchmal auch kritische Fragen ein. Genau darin sehe ich meine Rolle: Verantwortung übernehmen, Diskussionen mitgestalten und gemeinsam Lösungen entwickeln, die die Asga im Einklang mit Vision, Mission und Strategie langfristig weiterbringt.

Rückblickend ist es sicherlich eine grosse Genugtuung festzustellen, dass wir die Asga in den vergangenen 15 Jahren durch wirtschaftlich und politisch anspruchsvolle Zeiten geführt haben, ohne dabei unsere langfristige Ausrichtung aus den Augen zu verlieren. Als ich 2011 zur Asga stiess, waren die Auswirkungen der globalen Finanzkrise aus den Jahren 2007/08 noch deutlich spürbar. Hinzu kamen die europäische Staatsschuldenkrise, die langjährige Tiefzinsphase und zahlreiche regulatorische Veränderungen. Gerade in solchen Phasen zeigt sich, wie wichtig eine klare Strategie, eine solide finanzielle Basis und ein gemeinsames Führungsverständnis sind.

Eine der prägendsten strategischen Entscheidungen war für mich die Einführung des umhüllenden Umwandlungssatzes. Ich gebe offen zu, dass ich diesem Schritt zunächst skeptisch gegenüberstand. Umso wertvoller war die intensive Diskussion innerhalb der Geschäftsleitung und mit dem Verwaltungsrat. Sie hat mir einmal mehr gezeigt, dass gute Entscheidungen nicht davon leben, möglichst schnell getroffen zu werden, sondern unterschiedliche Sichtweisen sorgfältig abzuwägen. Heute bin ich überzeugt, dass dieser Entscheid für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Asga zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Konsequenz notwendig war.

Mein persönlicher Schwerpunkt lag während all dieser Jahre in der Verantwortung für die Frontorganisation. Besonders am Herzen lag mir dabei der Aufbau einer professionellen und strategisch verankerten Zusammenarbeit mit Versicherungsbrokern. Aus meiner früheren Tätigkeit wusste ich, wie wichtig ein hoher Umhüllungsgrad für die langfristige Stabilität einer Pensionskasse ist. Deshalb haben wir 2012 die Brokerstrategie lanciert – ein Entscheid, der sich nachhaltig ausbezahlt hat. Dass der Umhüllungsgrad seither von rund 60 % auf über 90 % gesteigert werden konnte, bestätigt diesen Weg eindrücklich.

Wenn ich auf meine Zeit zurückblicke, sind es aber weniger einzelne Projekte oder Kennzahlen, die mir in Erinnerung bleiben. Vielmehr erfüllt es mich mit Freude, gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen die Entwicklung der Asga mitgestaltet zu haben. Erfolg entsteht nie durch Einzelpersonen. Er entsteht durch Vertrauen, Offenheit und die Bereitschaft, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Genau das hat unsere Zusammenarbeit in der Geschäftsleitung während all der Jahre ausgezeichnet.

Welche Pläne hast du für die Zeit nach deiner Pensionierung?

Das ist wahrscheinlich die schwierigste Frage des ganzen Interviews. Denn ehrlich gesagt habe ich keine detaillierten Pläne – und genau das gefällt mir. Nach vielen Jahren mit einem gut gefüllten Terminkalender möchte ich künftig nach dem Grundsatz leben, nur noch das zu tun, was ich will, und nicht mehr das, was ich muss.

Natürlich gibt es Dinge, auf die ich mich besonders freue. Ganz oben auf der Liste steht, mir mehr Zeit für mein Hobby, den Golfsport, zu nehmen. Ausserdem möchte ich einen lang gehegten Wunsch verwirklichen und Andalusien intensiver entdecken. Städte wie Malaga, Sevilla, Cordoba, Granada oder Cadiz faszinieren mich schon lange. Diese Region ohne Zeitdruck kennenzulernen, ist etwas, worauf ich mich wirklich freue.

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Der Asga Nachhaltigkeitsbericht 2025: Wir denken in Generationen

Der Asga Nachhaltigkeitsbericht 2025 ist jetzt verfügbar.

Als Pensionskasse denken wir in Generationen. Nachhaltigkeit in unseren Anlagen und in unserem Betrieb ist für uns nicht nur Teil unserer täglichen Arbeit, sondern ein grundlegender Pfeiler für unseren langfristigen Erfolg – und damit für die sicheren Renten unserer Versicherten.

Rückblick auf den ersten 5-Jahreszyklus

Die Asga blickt in Bezug auf die Nachhaltigkeit auf den erfolgreichen Abschluss ihres ersten 5-Jahreszyklus zurück. Unsere Ambitionen sind diesbezüglich fest im Anlagereglement verankert und stützen sich auf die 2020 eingeführte und laufend aktualisierte Nachhaltigkeitspolitik. Seit der Erarbeitung unserer Strategie – inklusive einer spezifischen Klimapolitik – haben wir die Umsetzung konsequent verfeinert und auf weitere Anlagekategorien ausgeweitet.

Fokusthema: Netto-Null-Rahmenwerke

Die Asga überwacht die Netto-Null-Entwicklung ihrer Portfolios kontinuierlich und schafft damit die Grundlage für die Vorbereitung weiterer Schritte. Um die Fortschritte in Richtung einer klimaneutralen Wirtschaft messbar zu machen, setzt die Asga auf international anerkannte, wissenschaftlich fundierte Best-Practice-Rahmenwerke.

Das und vieles mehr erfahren Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2025 der Asga.

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Im Interview mit Daniel Jost: Ein langjähriger Asga Mitarbeiter geht in Pension

Daniel Jost war über 27 Jahre als engagierter Unternehmens- und Brokerberater bei der Asga tätig. Anfang Juni 2026 wurde er pensioniert. Anlässlich dieses neuen Lebensabschnitts haben wir ihn gefragt, wie er seine Zeit bei der Asga erlebt hat, welche Eindrücke er mitnimmt und wie er seinen weiteren Weg gestalten möchte.

Wie blickst du auf deine Zeit bei der Asga zurück?

Mit grosser Dankbarkeit blicke ich auf meine Zeit bei der Asga zurück, da sie mir als Arbeitgeberin sehr viel ermöglicht hat. Die sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit als Unternehmens- und Brokerberater habe ich immer mit grosser Freude ausgeübt. Während mehr als einem Vierteljahrhundert erhielt ich Einblick in unzählige kleine und mittelgrosse Unternehmen aus verschiedensten Branchen und durfte dabei vielen interessanten Menschen begegnen.

Sei es an unseren Delegiertenversammlungen oder als Repräsentant der Asga an zahlreichen Grossanlässen des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Zürich – die vielen positiven Rückmeldungen sowie die Zeichen der Wertschätzung unserer Mitglieder und Versicherten haben mich immer wieder motiviert und mir aufgezeigt, welches hohe Ansehen die Asga geniesst. Dies ist nur dank dem täglichen grossen Einsatz aller Mitarbeitenden möglich. An dieser Stelle danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich für die jahrelange Unterstützung und die tolle Zusammenarbeit. Der Austausch mit ihnen wird mir bestimmt fehlen.

Welche Veränderungen hast du bei der Asga miterlebt?

Wachstum auf allen Ebenen: Seit meinem Eintritt am 1. April 1999 hat sich die Zahl der Asga Mitarbeitenden verdreifacht. Durch ihr erfolgreiches Wirken in guten wie auch in anspruchsvollen Zeiten hat die Asga weit über die Ostschweiz hinaus Bekanntheit erlangt und ist stetig gewachsen. Waren es Ende 1998 noch 4’570 Mitglieder mit rund 25’000 Versicherten, ist der Bestand Jahr für Jahr angestiegen. Immer mehr KMU-Betriebe haben im Laufe der Zeit erkannt, welchen Mehrwert eine Mitgliedschaft bei der genossenschaftlich organisierten Asga für sie und ihre Mitarbeitenden bietet.

Schon damals legte die Asga grossen Wert auf eine möglichst einfache BVG-Administration und darauf, den Papieraufwand so gering wie möglich zu halten. Und heute, nachdem die Digitalisierung auch in der beruflichen Vorsorge angekommen ist, sind AsgaOnline als Plattform für Arbeitgebende sowie myAsga als Versichertenportal fest etabliert und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Worauf freust du dich nach deiner Pensionierung am meisten?

In meinem neuen Lebensabschnitt werde ich mich sicherlich zuerst etwas neu orientieren müssen. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass mir diese Umstellung gut gelingen wird. Neuem stehe ich offen gegenüber und kann mir gut vorstellen, mich weiterhin freiwillig zu engagieren, etwa in Treuhanddiensten für ältere Menschen oder – wie bereits in der Vergangenheit – als Volunteer bei Sport- und Kulturevents.

Daneben werde ich meine Freude an der Bewegung in der Natur weiter pflegen und viel Zeit beim Wandern verbringen. Als begeisterter Fan von Schienen- und Seilbahnen halte ich zudem Ausschau nach entdeckenswerten Orten in unserer schönen Schweiz und im nahen Ausland.

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Rückblick auf unsere 64. Delegiertenversammlung

Die Delegiertenversammlung der Asga Pensionskasse fand am Mittwoch, 20. Mai 2026 im Alten Spital Solothurn statt – an einem Ort, an dem Begegnung und Gastfreundschaft seit dem 14. Jahrhundert eng miteinander verbunden sind. Das historische Gebäude diente früher als Spital, Waisenhaus und Herberge für Handwerker. Wo Menschen einst Hilfe und Fürsorge erfuhren, trafen sich heute die Delegierten, um gemeinsam die Weichen für die Zukunft der Asga im Sinne ihrer Mitglieder und Versicherten zu stellen.

Verwaltungsratspräsident Stefan Bodmer hiess in seiner Eröffnungsrede die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden herzlich willkommen. Anschliessend richtete Stefan Blaser, Präsident des KMU- und Gewerbeverbands des Kantons Solothurn, einige Worte an das Publikum.

Der Geschäftsgang und die Jahresrechnung 2025 der Asga wurden von Stefan Bodmer und dem neuen Geschäftsführer Patrick Barblan ausführlich präsentiert. Und während der Versammlung entschieden die Delegierten über zahlreiche Traktanden. Zudem standen im Verwaltungsrat Wiederwahlen an: Die Arbeitnehmervertreterin Silvia Corchia sowie der Arbeitgebervertreter Thomas Schoch wurden von den Delegierten erneut gewählt.

Den Schlusspunkt des offiziellen Veranstaltungsteils setzte ein Vortrag von Jan-Egbert Sturm, Direktor der KOF Konjunkturforschungsstelle. Der ausgewiesene Experte erläuterte die aktuelle Wirtschaftslage und zeigte die Konjunkturaussichten sowohl im globalen Kontext als auch speziell für die Schweiz auf.

Beim nachfolgenden Lunch entstand ein angenehmer und inspirierender Austausch. Dabei wurde deutlich, wofür die Asga steht: gegenseitiges Vertrauen und der Einsatz engagierter Menschen, die sich täglich für eine verlässliche Vorsorge ihrer Mitglieder und Versicherten einsetzen.

Die nächste Delegiertenversammlung der Asga Pensionskasse findet am 19. Mai 2027 in Basel statt.

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Geschäftsbericht 2025: Vorsorgen für Generationen. Für die Zukunft unserer Genossenschaft und unserer Mitglieder.

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Patrick Barblan: Unser neuer Geschäftsführer im Interview

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Geschäftsbericht 2025: Vorsorgen für Generationen. Für die Zukunft unserer Genossenschaft und unserer Mitglieder.

Als Genossenschaft übernehmen wir Verantwortung für Generationen. Deshalb gestalten wir die berufliche Vorsorge so, dass sie heute und in der Zukunft von Bestand ist. Dabei denken wir langfristig, handeln umsichtig und beziehen unsere Mitglieder und Versicherten aktiv mit ein. Ein offener Austausch, transparente Entscheidungen sowie nachhaltiges Handeln sind unsere Ausrichtung. Sie ermöglicht uns, Generationenwechsel bewusst zu begleiten und die Vorsorge für alle Generationen zu bewahren. So bleibt die Asga eine verlässliche Pensionskasse, die ihre Mitglieder und Versicherten konsequent in den Fokus stellt und dauerhafte Werte schafft.

Erfahren Sie mehr in unserem Geschäftsbericht 2025.

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Fabian Geiger wird neuer Leiter Marktentwicklung bei der Asga

Fabian Geiger übernimmt per 1. September 2026 die Nachfolge von Felix Brandenberger als Geschäftsleitungsmitglied für den Bereich Marktentwicklung bei der Asga.

Fabian Geiger ist ein erfahrener Experte in der beruflichen Vorsorge mit umfassender Führungskompetenz. Zuletzt stand er an der Spitze des Teams Grossunternehmen im Pensionskassengeschäft bei der Swiss Life in Zürich. Dank seines fundierten Praxiswissens ist er prädestiniert, den Bereich Marktentwicklung gezielt voranzubringen und optimal auf künftige Herausforderungen auszurichten.

Unser derzeitiges Geschäftsleitungsmitglied Felix Brandenberger wird auch nach der Übergabe bis zu seiner baldigen Pensionierung weiterhin für die Asga tätig sein und so einen reibungslosen Übergang sicherstellen.

Die Asga heisst Fabian Geiger herzlich willkommen.

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Patrick Barblan: Unser neuer Geschäftsführer im Interview

Seit dem 1. Januar 2026 leitet Patrick Barblan die Asga als Geschäftsführer und übernimmt den Vorsitz der Geschäftsleitung. Mit fundiertem Fachwissen, klaren Perspektiven und grossem Engagement gestaltet er die Asga aktiv auf ihrem Weg in die Zukunft. In seinem frisch bezogenen Büro haben wir ihn getroffen, um mehr über seine Motivation, seine Vision für die Asga und seine Einschätzung zur Zukunft der 2. Säule zu erfahren.

Was hat dich motiviert, Geschäftsführer der Asga zu werden?

Schon immer war ich klar der KMU-Typ, auch wenn ich viele Jahre in grossen Versicherungskonzernen tätig war. Nach meiner langjährigen Erfahrung im Vorsorgemarkt war die Asga deshalb meine erste Wahl. Tatsächlich gibt es nur wenige Vorsorgeeinrichtungen, die für mich als neue Arbeitgeberin überhaupt in Frage kamen. Die Asga ermöglicht es mir, dank ihrer idealen Grösse und der kurzen Entscheidungswege unternehmerisch zu handeln, fokussiert umzusetzen und somit rasch Wirkung für Mitglieder, Versicherte sowie Mitarbeitende zu erzielen.

Hinzu kommen verschiedene anspruchsvolle Themenfelder wie die Digitalisierung, die demografische Entwicklung und das regulatorische Umfeld. Diese Herausforderungen machen meine Arbeit als Führungskraft besonders spannend.

Welche langfristige Vision hast du für die Asga?

Die Asga soll und muss ihre äusserst attraktive Position im Markt der beruflichen Vorsorge beibehalten. Dafür steht eine weiterhin solide, sicherheitsorientierte Geschäftspolitik mit attraktivem Pricing und überzeugenden Leistungen. Die genossenschaftliche Verankerung garantiert eine klare Ausrichtung auf die Interessen der Mitglieder und Versicherten. Ergänzt wird dies durch den Anspruch, mit dem „Best-in-Class“-Ansatz eine erstklassige Kundenbetreuung sicherzustellen.

Parallel dazu investieren wir gezielt in die IT-Infrastruktur sowie in die Automatisierung und Digitalisierung unserer Prozesse. Ziel ist der schrittweise Übergang zu einem digitalen Geschäftsmodell. Ein grosser Teil der Abläufe in der beruflichen Vorsorge eignet sich für eine vollautomatisierte „Machine-to-Machine“-Abwicklung.

Dadurch gewinnen wir mehr Freiraum für den persönlichen Kontakt. Und so können wir die Beratung und Betreuung der Mitglieder und Versicherten weiter verbessern, anstatt den Fokus auf reine Verwaltungstätigkeiten zu legen.

Zudem bin ich überzeugt, dass sich der Markt der Vorsorgeeinrichtungen weiter konsolidieren wird. Die Asga will diesen Wandel aktiv mitgestalten und dabei eine klare, zukunftsgerichtete Vorwärtsstrategie verfolgen.

Wie siehst du die Zukunft der beruflichen Vorsorge im Allgemeinen?

Grundsätzlich bin ich von den Vorteilen des 3-Säulen-Systems in der schweizerischen Altersvorsorge überzeugt und damit auch vom langfristigen Bestand der beruflichen Vorsorge als tragendes Element dieses Systems. In den kommenden Jahren dürfte der politische Fokus jedoch eher auf der 1. Säule, der AHV, liegen, während wir in der beruflichen Vorsorge eher vor ökonomischen und technischen Herausforderungen stehen.

In 3 Bereichen erwarte ich fundamentale Entwicklungen und Veränderungen:

  1. Digitalisierung der Geschäftsmodelle:
    Wie bereits erwähnt, rechne ich damit, dass sich die grösseren Anbieter – insbesondere die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen – zunehmend auf automatisierte sowie digitale Geschäftsmodelle ausrichten werden.
  2. Konsolidierung:
    Auch dies wurde bereits angesprochen. Ich gehe von einer weiteren Konsolidierung auf der Angebotsseite aus, sowohl bei den Vorsorgeeinrichtungen als auch bei den Systemanbietern. Besonders die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen dürften dabei erneut Marktanteile gewinnen.
  3. Regulierung:
    Bezüglich der regulatorischen Rahmenbedingungen unseres Geschäfts sehe ich die Situation weniger optimistisch. Ich gehe eher davon aus, dass sich diese für unser Geschäft weiter verkomplizieren könnten, falls die Politik sich in Zukunft wieder damit befassen sollte. Die grossen Anbieter werden dies bewältigen können – wie sie es bereits heute tun – während kleinere Anbieter unter erhöhtem Konsolidierungsdruck stehen dürften.

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Im Gespräch mit Sergio Bortolin anlässlich seiner Pensionierung

Der Geschäftsführer Sergio Bortolin geht nach 13 erfolgreichen Jahren in die wohlverdiente Pension. Seine Nachfolge tritt Patrick Barblan an, der den Vorsitz der Geschäftsleitung der Asga per 1. Januar 2026 übernimmt.

Im persönlichen Gespräch teilt Sergio Bortolin seine Erfahrungen und Erlebnisse, wobei er die prägendsten Momente seiner langjährigen Tätigkeit Revue passieren lässt.

Wie wirst du die Zeit bei der Asga in Erinnerung behalten?

In meiner Zeit bei der Asga konnte ich enorm viel lernen – fachlich wie persönlich. Die Vielfalt der Themen und der Gestaltungsspielraum haben mich stark geprägt.

Am meisten werde ich das Miteinander im Team vermissen, den offenen Austausch, das Vertrauen und den freudvollen Humor im Alltag, denn die Asga ist trotz ihrer Grösse eine Familie geblieben. Die Kollegialität hier ist aussergewöhnlich, man hatte immer das Gefühl, gemeinsam an etwas Sinnvollem zu arbeiten. Mit den Werten der Asga konnte ich mich deshalb immer stark identifizieren, was meine Arbeit bedeutungsvoll und erfüllend gemacht hat.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicke ich zurück, dankbar für die Zeit, die Begegnungen und das Vertrauen der Mitarbeitenden, Delegierten und Mitglieder. Es sind viele gute Erinnerungen, inspirierende Gespräche und wertvolle Freundschaften, die ich mitnehme. Ich bin überzeugt, dass die Asga erfolgreich bleiben wird, und freue mich, von aussen zuzusehen, wie sie sich weiterentwickelt.

Wie wirst du deine Pension gestalten – hast du schon Pläne oder Wünsche?

Mein Ziel ist es, gesund zu bleiben und aktiv zu sein. Es ist mir wichtig, Neues zu lernen, denn ich sehe die Pension nicht als Ende, sondern als neuen Lebensabschnitt mit Raum für Sinnvolles und Schönes. Ganz ohne Plan möchte ich meine Pension nicht angehen: Ich plane, den CAS in Laufbahnplanung und -diagnostik zu absolvieren, um danach junge Talente zu begleiten. Darüber hinaus bin ich offen für Aufgaben, die Sinn stiften und mir Freude bereiten.

Was nimmst du persönlich aus der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und Versicherten mit?

Ich habe erlebt, wie viel Engagement, Fachwissen und Herzblut in der Asga steckt. Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten hat mich bereichert und immer wieder inspiriert. Dabei ziehe ich vor allem die Erkenntnis, dass gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation die Basis für die gute Zusammenarbeit bilden. Die Loyalität und der Zusammenhalt in der Asga haben mich tief beeindruckt und werden mir in bester Erinnerung bleiben.

Der direkte Kontakt mit unseren Mitgliedern, Versicherten und Partnern hat mir immer wieder aufgezeigt, wie bedeutsam unsere Arbeit für die Menschen ist. Ihr Vertrauen und ihre Dankbarkeit empfinde ich als grosse Wertschätzung – dafür und für die angenehme Zusammenarbeit danke ich herzlich.

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Die Asga Pensionskasse verzinst die Altersguthaben 2025 mit 5,5 %

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass wir in den ersten elf Monaten eine ausgesprochen erfreuliche Performance erzielt haben. Dank dieser positiven Entwicklung und gestützt auf unser Beteiligungsmodell hat der Verwaltungsrat Ende November 2025 beschlossen, die Altersguthaben der aktiv Versicherten erneut überdurchschnittlich zu verzinsen. Mit einem Zinssatz von 5,5 % ‒ deutlich über dem BVG-Mindestzins von 1,25 % ‒ profitieren unsere Genossenschaftsmitglieder von einer äusserst attraktiven Verzinsung. Insgesamt fliessen damit über 1 Milliarde Schweizer Franken direkt in die Altersguthaben unserer Versicherten.

Die finanzielle Sicherheit unserer Versicherten hat für uns oberste Priorität. Per Ende November 2025 lag der für den Zinsentscheid massgebende Deckungsgrad bei über 122 %. Nach diesem erhöhten Verzinsungsentscheid weist die Asga Pensionskasse einen Deckungsgrad von mindestens 115 % aus ‒ ein klarer Beleg für die solide und nachhaltige Finanzierungsbasis unserer Genossenschaft. Auf dieser starken Grundlage wird die Asga Pensionskasse auch in Zukunft eine verlässliche, sichere und partnerschaftliche Begleiterin für ihre Versicherten bleiben.

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Unbezahlter Urlaub – Änderungen per 1. Januar 2026

Ein unbezahlter Urlaub ist der Asga zu melden, wenn er länger als 1 Monat und höchstens 24 Monate dauert. Bei einer Dauer von bis zu 1 Monat ist keine Meldung erforderlich. Ebenfalls muss uns eine unveränderte Weiterführung des bisherigen Vorsorgeschutzes, d.h. Risikoversicherung inkl. Altersvorsorge, nicht gemeldet werden.

Wichtig: Ohne Mitteilung des Arbeitgebers bleibt der bisherige Vorsorgeschutz des Mitarbeitenden während des unbezahlten Urlaubs bestehen – und die Beitragspflicht gilt weiterhin vollumfänglich.

Informieren Sie die betroffenen Mitarbeitenden darüber, dass die Möglichkeit besteht, den Versicherungsschutz und die Risikoversicherung während des unbezahlten Urlaubs ganz oder teilweise fortzuführen. Während eines solchen Urlaubs von mehr als einem Monat kann gewählt werden, ob und wie der Versicherungsschutz weitergeführt wird. Einen unbezahlten Urlaub muss das Unternehmen deshalb vor Beginn melden. Ohne rechtzeitige Meldung wird die Risiko- und Altersvorsorge unverändert weitergeführt.

Weitere Informationen zum unbezahlten Urlaub finden Sie hier.

Informationen zum unbezahlten Urlaub für Arbeitnehmende finden Sie hier.

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